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Voyager Sequenz anpassen

From Cxielo Wiki
Revision as of 18:05, 14 August 2026 by Martin (talk | contribs)

Sequenz anpassen

Sequenz Editor öffnen

Tools & Editor aufrufen.

Sequence Editor öffnen.

Objekt in Sequenz hinzufügen

RoboClip -> RoboClip Fenster öffnet sich.

Objekt auswählen (Zeile markieren) -> mit use selected target auswählen. Fenster schließt sich oder Objekt doppel-klicken.

Koordinaten des Objekts sollten nun im Feld (2) stehen.

Filter, Suffix (3) anpassen. Im Beispiel könnten z.B. RGB hinzugefügt werden: copy -> in der nächsten Zeile paste -> Filter & Suffix (Red, _R) anpassen. Nächste Zeile neuerlich paste, Filter & Suffix anpassen (Green, _G).

Constraints anpassen

Constraints legen den Ausstiegszeitpunkt aus der Sequenz fest. „exit sequence if target is after this hour angle“ beschreibt, dass die Sequenz beendet wird, wenn das Objekt x Teile von Stunden nach dem Meridian steht. „0“ wäre daher genau am Meridian, „1“ wäre 1 Stunde nach dem Meridian und „-1“ wäre 1 Stunde vor dem Meridian. Da wir nur auf der Ostseite bis kurz vor dem Meridian belichten, steht immer ein „Minus“ davor.

Einfachstes Beispiel: Objekt soll bis zum Meridiandurchgang belichtet werden. Dann muss bei „exit sequence if target is after this hour angle“ eingetragen sein: -0.200 (Komma als Punkt setzen!). Das Objekt wird dann 12 Minuten vor dem Meridian beendet. Die laufende Belichtung wird noch fertig gestellt. Da die letzte Belichtung auch noch Sekunden vor erreichen des -0.200-Kriteriums gestartet wird, läuft die Sequenz längstens bis 7 Minuten vor dem Meridiandurchgang (12 min minus 5 min Belichtungszeit).

Beispiel für Objekt am Ende der Nacht – Meridiandurchgang des Objekts liegt bereits in der Morgendämmerung. Meridiandurchgang des Objekts in CCD Guide, Planetariumsprogramm oder Ähnlichem suchen. Bei „exit sequence if target is after this hour angle“ muss nun eingetragen werden, wie lange vor dem Meridiandurchgang des Objekts die Sequenz wegen Morgendämmerung beendet wird. Morgendämmerung: Sonne auf -16 Grad.

Meridiandurchgang Objekt 07:30 Uhr. Dämmerung 06:30 Uhr. Differenz: 1 Stunde. Um zu verhindern, dass Voyager aufgrund der Dämmerung selbst den Abbruch auslöst, die Eintragung etwas großzügiger wählen. Rechnerisch wären es -1.000, praktisch würden sich etwa -1.200 empfehlen.

ACHTUNG: sollte in den Filterzeilen eine geringe Anzahl an Bildern festgelegt sein und diese Anzahl erreicht sein, BEVOR der Ausstiegszeitpunkt erreicht ist, so wird die Sequenz beendet. Beispiel: unter repeat sind 12 Aufnahmen eingetragen, lt. constraints wären aber 3 h Belichtungszeit möglich. Die Sequenz wird nach 12 Bildern beendet. Daher ist bei repeat idR eine große Zahl eingetragen.

Constraints für Mond anpassen:

Meridiandurchgang des Objekts in CCD Guide, Planetariumsprogramm oder Ähnlichem suchen. Mond-Untergangszeit suchen. Bei „exit sequence if target is after this hour angle“ muss nun eingetragen werden, wie lange vor dem Meridiandurchgang des Objekts der Mond untergeht.

Beispiel untergehender Mond: Meridiandurchgang Objekt 23:30 Uhr. Monduntergang 22:30 Uhr. Differenz: 1 Stunde. Objekt soll bis zum Monduntergang belichtet werden.

Eintragung: -1.000

Meridiandurchgang 23:30 Uhr, Monduntergang 22:10 Uhr. Differenz: 1 Stunde 20 Minuten. Eintragung: -1.3 oder -1.4

Beispiel aufgehender Mond: Meridiandurchgang 23:30 Uhr, Mondaufgang 22:30 Uhr, Differenz 1 Stunde. Objekt soll bis Mondaufgang belichtet werden.

Eintragung: -1.000

Beispiel Mond geht unter, Objekt soll zuerst mit Ha, dann mit LRGB aufgenommen werden. Meridiandurchgang Objekt 23:30 Uhr, Monduntergang 22:30 Uhr, Differenz 1 Stunde. Die Schmalbandsequenz endet daher 1 Stunde vor Meridiandurchgang. Eintragung: -1.000

Die LRGB-Sequenz endet dann wie beschrieben kurz vor dem Meridian. Eintragung: -0.200

Umgekehrtes Beispiel wäre aufgehender Mond – zuerst LRGB, dann Schmalband – die Eintragung erfolgt dann genau umgekehrt.

Man muss nur beurteilen, ob sich der Start einer 2. Sequenz noch lohnt: schwenken, zentrieren, fokussieren…unter 30 Minuten Restzeit wäre es empfehlenswert, auf die 2. Sequenz zu verzichten.

Bei Sequenzen, die vom Mond abhängig sind, sollte die Eintragung bei constraints daher täglich angepasst werden.

On Start

Üblicherweise sind point object on start und inject focus on start angewählt.

Guide / Dithering

In sternarmen Gegenden ggf. die Belichtungszeit auf bis zu 5 Sekunden anpassen. Native guide control bedeutet, dass MaximDL selbst die Sterne wählt und MaximDL ist auf multi-star guiding eingestellt.

Focus

Standardeinstellung wäre Voyager RoboStar (1). Voyager sucht selbstständig einen Fokusstern. Die Eintragung bei (3) ist dann wirkungslos. Eigenen Fokusstern festlegen (3): Focus Star (2) anwählen und Koordinaten des Sterns eintragen. Sterne sollten heller als mag 7.5 sein, für Schmalband heller als mag. 6. Ra des Sterns muss größer sein als Ra des Objekts. Beschreibung unter dem Fenster ist falsch, Beschreibung zwischen den Fenstern ist richtig. Da nur östlich des Meridians belichtet wird, nur im linken Feld eintragen.

Filter (4): für LRGB ist R Standard, für Schmalband der jeweilige Schmalbandfilter.

Speichern

Sequenz mit Diskettensymbol unter eindeutigem Namen speichern.